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Vor der zur Zeit stattfindenden Fashion Week bekommt unsereiner ja immer tausend Newsletter und Einladungen und Gedöns und meistens sortiere ich das weg mit dem kleinen, roten Lämpchen im Hinterkopf: Ich muss da nochmal ran! Was ich dann vergesse und diese Woche außer hohen Besucherzahlen in meiner Stammstraßenbahn eigentlich ist wie jede andere.

Jedoch kam es, dass ich durch ausgesprochenen Zufall einen Newsletter überflog und dann nicht mehr weggucken konnte. Das war der Newsletter von nat-2, einem Label, das mir vorher so noch nicht unterkam, das aber drei wunderbar großartige Schuhmodelle in seiner Herren-Winter-Kollektion führt. Herren? Ja, Herren. Leider. Nur Herren. Bei den Damen findet man allerlei merkwürdigen Kram, bei den Herren auch, aber die drei Modelle, meine Güte, ich bekam quasi Schluckauf vor Glück.

Nun ja, und Frau hat nicht die kleinsten Füße, aber auch nicht die größten und so musste ich wohl oder übel eine Männer-41 bestellen, weil dies die kleinste Größe war, die es da zu geben scheint. Blöd. Blödblödblödblöd. Aber bei Liebe auf den ersten Blick auch irgendwie egal. Zwei Tage später lief ich also mit kleinen Herzchen überm Kopf durch die Gegend, denn die guten Nat-2 Cube MCUGRV sind jetzt mein. Und Nat-2 findet ihr auf der B&B noch bis 20.01. in der Street Fashion Area.

Am vergangen Freitag erschien auf Zeit Online ein Beitrag von Nina Pauer, in dem sie über Geschlechterrollen und Männer spricht. Sie sieht die jungen Männer in einer Krise, verursacht durch den Wandel, den die Gesellschaft in den letzten knapp 30 Jahren erfahren habe. Die Gesellschaft sei es angeblich, die es dem Mann abverlange sensibel, einfühlsam, bedacht und auch mal schwach zu sein. Zwar lenkt die Autorin an dieser Stelle kurz ein, dass diese Wandlung zunächst zu begrüßen sei, sieht aber ein Abgleiten in das Groteske.

Ungeahnt viele meiner Bekannten machen sich im neuen Jahr selbständig und mir ist ein bisschen, als gäbe es 2008 nochmal, das Jahr, in dem viele meiner Bekannten sagten, sie hätten jetzt die Nase voll, sie wollen nicht mehr frei herumkämpfen um Jobs und Geld, sondern mit ein bisschen Sicherheit jeden Morgen in ein festes Büro spazieren. Nun ist es also so, dass sie einer Festanstellung dann doch wieder überdrüssig wurden und sich wieder frei machen, manche von ihnen auch zum ersten Mal. Ich wünsche ihnen Glück und Erfolg und Mut und Durchhaltevermögen, vieles mehr noch, aber das vor allem.


Da guckt man ziemlich lustig aus der Wäsche, wenn man einen Tag vor Weihnachten vom Postboten ein Paket in die Hand gedrückt bekommt. Mit besten Grüßen aus Fulda, zippzapp – und was ist drin? Ein Paar Air Max 1 Honeycomb in deiner Größe. Was Besseres konnte mir eigentlich gar nicht passieren. Und wem hatte ich das zu verdanken? Den aufmerksamen Jungs von 43einhalb, dem wohl besten Sneakershop in Fulda mit ziemlich tollem Personal, wenn ich das hier mal so ganz ungehemmt und frei heraus sagen darf. Ja, Mischa und Oli, ich habe mich sehr gefreut. Also sehr sehr. Und sehr.

Wir wollten euch kurz zuwinken, ihr kleinen Weihnachtskugeln, die ihr unser Leben dieses Jahr sehr verhübscht habt. Wir wünschen euch gemütliche, schöne Tage mit Zimtsternen, Spekulatius und sonstigem Knalleressen, Kerzen, Flausch und den Menschen, die ihr am liebsten habt.

Wir verabschieden uns für dieses Jahr und basteln weiterhin an großen Plänen, von denen ihr direkt im Januar etwas mitbekommen werdet. Bis dahin könnt ihr euch durch unsere derzeitigen Redaktionshits hören und die Decke noch ein bisschen höher ziehen. Bis bald!