Kontakt Impressum Team Presse
Check out the Latest Articles:

Spaceman Spiff wird euch vielleicht noch kein Begriff sein. Wie so viele ist er Singer Songwriter, aber einer der talentiertesten in dieser Zeit. Eigentlich kommt Hannes Wittmer aus Würzburg, inzwischen hat es ihn aber ins schöne Hamburg verschlagen, wo er sein Album “Und im Fenster immer noch Wetter” produzierte und der Stadt auch einen Song widmete. Das Album erscheint am 18. März bei einem Indie-Buchverlag aus Hamburg, bei Mairisch. Dies ist so ungewöhnlich wie passend, war Spaceman Spiff doch bereits mit Mairischs Vorzeigeautor Finn-Ole Heinrich zusammen auf Lese- und Musiktour.

Spaceman Spiff (Foto Anne DeWolff)

Am 15. März also CD-Release Konzert im Berliner NBI, was überraschend gut gefüllt war. Überall besetzte Stühle und auf dem Boden sitzende Menschen mit aus Vorfreude leuchtenden Augen. Die Bühne hingegen kaum beleuchtet, in rot-goldenes Licht getaucht. Auf ihr so viele Instrumente, dass es für eine dreiköpfige Band reichen würde, doch Hannes wird nur von Felix Weigt begleitet, die Einmann-Kombo, die es schafft, Glockenspiel, Harmonica, Banjo, Cello, Effekt- und Minikeyboard teilweise gleichzeitig zu spielen, nebenbei noch mitzusingen und zwischendurch einen lockeren Spruch auf den Lippen zu haben. Hannes selbst beherrscht die Gitarre perfekt und loopt sie und seinen Gesang, dass sich der ganze Raum mit Pathos füllt und die Klänge nach jedem Stück ein wenig nachhallen, bevor sich jemand traut zu klatschen; und ein Mann in die Stille ein “großartig” und ein “unglaublich” ruft. Als er früher gehen muss, fragt er durch den ganzen Raum, was denn so eine Platte kosten würde, der Merchandising Stand wäre ja gar nicht besetzt. Später geht mindestens jeder zweite mit einer CD oder Schallplatte in der Tasche in die Berliner Nacht.

Darauf nicht zu finden: Das Cover von The Postal Service’s “Such Great Hights”, was ich für euch aufgenommen habe:
Spaceman Spiff – Such Great Hights (live in Berlin) by martina

Der Abend endet mit tosendem Applaus, der Hannes nicht mehr von der Bühne lassen will. Er spielt und spielt und reibt sich verlegen das nassgeschwitzte Haar aus dem Gesicht. Schließlich springt er von der Bühne und setzt sich erschöpft auf den Bühnenrand und schwebt sichtlich in einem Emotionenfeuerwerk.

Wer seine Social Media Accounts “sentimentalescheisse” nennt, weiß, wovon er singt.
Schon jetzt mein Konzert des Jahres.




  1. Keine Kommentare?