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Ungeahnt viele meiner Bekannten machen sich im neuen Jahr selbständig und mir ist ein bisschen, als gäbe es 2008 nochmal, das Jahr, in dem viele meiner Bekannten sagten, sie hätten jetzt die Nase voll, sie wollen nicht mehr frei herumkämpfen um Jobs und Geld, sondern mit ein bisschen Sicherheit jeden Morgen in ein festes Büro spazieren. Nun ist es also so, dass sie einer Festanstellung dann doch wieder überdrüssig wurden und sich wieder frei machen, manche von ihnen auch zum ersten Mal. Ich wünsche ihnen Glück und Erfolg und Mut und Durchhaltevermögen, vieles mehr noch, aber das vor allem.


So ein fester Bezugspunkt jeden Tag kann einem helfen trotz vollkommen eigener Entscheidungsgewalt und vermutet ungebundener Freizeitplanung (denn am Ende ist ja doch alles oft ein bisschen roher, als es klingt, wenn nicht aber dann genau deswegen noch romantischer), einen Rhythmus zu finden, einen eigenen. Und deswegen gibt es Coworking-Spaces, eine Bindung auf Zeit, etwas Offenes mit eingebauter Austauschkomponente. Und auch das St.Oberholz, in dem ich früher, als ich vom Rosenthaler Platz aus zur Schule fuhr, Burger gegessen habe, da hieß es noch Burger King und oben gab es ein Bällebad, das St.Oberholz hat jetzt angebaut – nämlich Coworking Space, der mehr ist als Café und Beguckungsstätte. Man kann sich einmieten und hat dann einen richtigen Schreibtisch und Menschen um sich herum, die sich auch eingemietet haben. Und vor allen Dingen hat man einen großartigen Blick über den Platz, der sich so schnell verändert wie meine Haarfarbe mit 15.

An wen man sich wendet und was so eine Miete alles beinhaltet, findet man hier. Hätte ich die Nase voll von meinem Büro, was nicht der Fall ist, würde ich es dort mal versuchen. Schon allein der Post-It-Boxen wegen.




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