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Als ich den Namen dieser Kombo zum ersten Mal gehört habe, dachte ich noch, Uwe macht einen guten Witz. “Neue Band auf Sinnbus, Knallerbeats…” – “Jaja, ist klar, aber der Name, Uwe, der Name…” Das war irgendwann im Sommer. Oder im Herbst. Jetzt sind sie richtig angekommen, bei Sinnbus und damit ein bisschen auch in Berlin, denn die beiden Herren von “La Boum Fatale” haben eigentlich mehr mit Hamburg am Hut. Und ich persönlich habe irgendeine kleine Störung und finde deshalb außerordentlich oft Dinge oder Menschen gut, die von dort kommen. Ist keine Absicht, aber trotzdem so. Und nun passen sie so gut. Also hierher und sowieso. Sie passen, wenn man an einem Sonntagmorgen auf einem Berg steht und auf den klaren Himmel über der Stadt guckt, wenn man sich nachts in einem Menschengetümmel verliert und sie passen auch bei einem kleinen Schwips. Ich habe mich reingehört und den Namen finde ich mittlerweile auch famos. Damit ihr das auch bald sagen könnt, verlosen wir 5 x die neue EP “AAA” von La Boum Fatale.

Kommentiert bis Mittwochabend 20 Uhr unter diesem Blogpost mit einer gültigen E-Mail-Adresse (diese wird nicht öffentlich angezeigt oder für anderen Unsinn verwendet) und drückt euch gegenseitig die Daumen.

La Boum Fatale – AAA from Sinnbus on Vimeo.

Wir wollten euch kurz zuwinken, ihr kleinen Weihnachtskugeln, die ihr unser Leben dieses Jahr sehr verhübscht habt. Wir wünschen euch gemütliche, schöne Tage mit Zimtsternen, Spekulatius und sonstigem Knalleressen, Kerzen, Flausch und den Menschen, die ihr am liebsten habt.

Wir verabschieden uns für dieses Jahr und basteln weiterhin an großen Plänen, von denen ihr direkt im Januar etwas mitbekommen werdet. Bis dahin könnt ihr euch durch unsere derzeitigen Redaktionshits hören und die Decke noch ein bisschen höher ziehen. Bis bald!

Eigentlich müsste man mich einfach nur seufzen hören und das debile Grinsen sehen, dass ich seit meiner Rückkehr aus Island mit mir herumtrage. Wie schon angekündigt, waren Martina und ich für eine Woche auf der Vulkaninsel mit den 300 000 Einwohnern, wo das Iceland Airwaves Festival stattfand, alles in allem eine Veranstaltung, die man so schnell nicht vergisst, weil sie aus großartigen Bands, tollen Venues, ein paar Irren und wahnsinnig guten Momenten bestand, die sich irgendwo zwischen Puderzucker und Gänsehaut aufhielten und bis heute halten. Wir haben in dieser Woche großartige Bands gesehen und ein paar davon wollte ich euch nicht vorenthalten.

Ich wurde mal von einem Verlag gefragt, ob ich nicht, wo ich doch den ganzen Tag Sachen ins Internet reinschreibe und sowieso immer online bin (dass “immer” nicht immer wirklich immer bedeutet, habe ich ihnen danach erklärt), sie fragten mich also, ob ich nicht einmal eine Geschichte dazu schreiben könnte, damit alle wissen, wie das so ist, wenn man soviel online macht. Hab ich abgelehnt, wissen ja jetzt eh alle. Und doch horche ich immer wieder auf, wenn in Literatur oder in Songs das Netz als selbständige Komponente des Alltags vorkommt. Ich habe das Gefühl, dass es noch eine Weile dauert, bis Leute Zeilen über Twitter, Facebook & Co. in ihre Lieder und Geschichten mit einfließen lassen, so wie es in ein dickes Buch gehört, dass irgendjemand Zeitung liest oder das Radio ausschaltet oder der Fernseher läuft. So sehr das Netz bei uns schon angekommen ist, so wenig traut man sich in Literatur und Musik das aufzugreifen. Mit kleinen Ausnahmen natürlich. (Und verboten sind Ratgeber á la “101 Wege zu deinem eigenen Blog”, das meine ich nicht, sondern ich meine Alltagsbeschreibungen, die literarisch oder musikalisch aufgreifen und poetisieren, was uns so umtreibt)

Und dann kommen Mimas. Mimas sind eine Band von Sinnbus und ihr Song Application ist mir im Ohr geblieben, weil es am Anfang so klimpert, aber auch, weil schon im ersten Satz das Wort “online” vorkommt. Ich hab aufgehorcht und weiter gehört und nochmal angemacht. Wo übrigens? Im Netz. Is klar.

Mimas – Application (Edit) by Sinnbus

Ich mag Mimas. Ich mag die Stimme, die mich komischerweise immer irgendwie auf diese einen Hochebene nach Norwegen versetzt, wo ich 2004 war, diese Stimme macht, dass Berge irgendwo in meinem Blickfeld sind, nicht zu nah aber doch zu erreichen. Jedenfalls kommen Mimas aus Dänemark und sind diesen Herbst auf Tour. Einen Tag nach meinem Geburtstag spielen sie in Berlin, da bin ich aber schon auf dem Weg nach Island, wo die guten Herren dann aber hin nachkommen. Was mich sehr freut. Verpasst sie nicht, bitte.

Eigentlich verdient Yoann Lemoine sein Geld als Regisseur, Illustrator und Fotograf. Begegnet ist er mir aber zum ersten Mal in Form von Musik und zwar während meines Brooklyn Aufenthalts. Er hat es geschafft, in seinem Song ‘Brooklyn’ alles, was ich für die Stadt empfinde, in Worte zu fassen. Immer wieder lief ich mit dem Song auf den Ohren durch die Straßen und der Text wurde zu meinen Gedanken, die Melodie zum Soundtrack für die Stadt.

Dann kam der gute Mann auch noch mit dem perfekten Musikvideo für den Titelsong seiner EP ‘Iron’ um die Ecke. Model Agyness Deyn, die darin vorkommt ist für mich nicht Herausstellungsmerkmal Nummer eins. Nein, die Tiere, der Bombast, es trifft dich, es treibt dich an. Die beste Art, es zu rezipieren, ist übrigens nachts auf dem Beamer. Dann, wenn alles um dich herum dunkel und still ist.

Ich will mehr davon. Ich warte sehnsüchtig auf ein Album, mehr Videos, eine Tour – in New York spielt er bald. Ich wünschte ich könnte dort sein! Bis dahin bleiben drei Songs, zwei Remixe, ein Video und das am Montag erstellte Fotoalbum zum Videodreh auf Woodkids Facebook Seite. Außerdem seine großartigen Fotografien und Musikvideos für andere Künstler, wie Katy Perry, Moby oder Yelle. Ob und wann sein Album rauskommt erfahren wir hoffentlich bald über seinen Twitter Account.

Und obendrauf haben wir auch noch das hier:

(Kann ich ihn heiraten?)